Operative Stärke gezeigt, Effizienz gesteigert, Altlasten abgebaut. Käufer gefunden.

Kundengeschäft gestärkt, Altlasten abgebaut, Strukturen weiter verbessert – 2017 haben wir die entscheidenden Weichen für die Zukunft gestellt. Und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Privatisierung geschaffen: Am 28. Februar 2018 haben die Ländereigentümer Hamburg und Schleswig-Holstein mit den vier US-amerikanischen Finanzinvestoren Cerberus Capital Management, J.C. Flowers, GoldenTree Asset Management und Centaurus Capital sowie der österreichischen BAWAG-Bank den Verkauf der HSH Nordbank beschlossen. Damit haben wir die Eintrittskarte für die Zukunft gelöst. Bereits in den vergangenen Jahren waren wir stets in Bewegung und haben uns ständig verbessert. Aber wir wissen: Um in Zukunft als private Bank bestehen zu können, müssen wir weiter Fahrt aufnehmen – genau das werden wir tun.

Abseits der Privatisierung haben wir 2017 weitere signifikante Erfolge erzielt: Unser Neugeschäft lag bei gut 8,5 ­Milliarden Euro und verdeutlicht unsere gute Position im stark umkämpften deutschen Bankenmarkt. Besonders erfreulich: Mit neuen Kunden konnten wir Geschäft mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro abschließen. Das belegt die Attraktivität unserer Angebote. Gleichzeitig haben wir unsere Altlasten weiter massiv abgebaut. Der Weg zu neuen Horizonten ist nun frei.

Wir sind da für Unternehmer. Und da. Und da. Und da natürlich auch.

Die HSH Nordbank ist die Bank für Unternehmer. Wir sind dort, wo unsere Kunden uns brauchen. Natürlich in unserer norddeutschen Heimat­region, aber auch weit darüber hinaus: Im Westen, im Osten, im Süden und in der Mitte der Republik haben wir Standorte, die einen direkten Kontakt zu unseren Kunden gewährleisten. In ausgesuchten Bereichen sind wir auch im Ausland aktiv. Aber ganz egal, wo: Wir bieten nicht nur maßgeschneiderte Finanzierungs­lösungen für den klassischen Mittelstand, sondern sind auch bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland mit führend. Bei der Begleitung von Erneuerbaren Energien ge­hören wir in Europa zur ersten Liga, Infrastrukturprojekte spielen bei uns ebenfalls eine wichtige Rolle. Und klar, der Schifffahrt bleiben wir verbunden. Unser Augenmerk verschiebt sich allerdings immer mehr auf die maritimen Wachstumsmärkte Griechenland und Asien – unsere Kolleginnen und Kollegen sind natürlich auch dort vor Ort.

Neue Zeitrechnung ohne Altlasten.

Zukunft gesichert

Die harte und konzentrierte Arbeit gerade im operativen Geschäft hat sich gelohnt – und der Bank ihre Zukunftsperspektive gesichert.

Neue Kunden überzeugt

In dem herausfordernden Wettbewerb haben sich 120 Kunden erst­mals für die HSH Nordbank entschieden. Allein mit ihnen haben wir rund 2,3 Milliarden Euro Neugeschäft geschrieben – das zeigt die Attraktivität unserer Angebote.

Zeitenwechsel

Die Bank steht am Anfang einer mehr­jährigen Transformation. Wir scheuen keine Veränderung, denn diese wird künftig zu unserem Alltag gehören.

Altlasten stark reduziert

Mit dem Abbau unserer Altlasten um mehr als die Hälfte haben wir die Voraussetzung für die Privatisierung geschaffen. Im Zuge des Eigentümerwechsels werden wir uns von allen leistungsgestörten Krediten aus der Vergangenheit trennen.

VorstandUnser Lohn für die harte Arbeit:das Ticket in die Zukunft.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2017 haben wir die Voraussetzung für die erfolgreiche Privatisierung der HSH Nordbank geschaffen und damit das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Nachdem wir uns in den vergangenen Jahren intensiv auf den von der Europäischen Kommission im Zuge des Beihilfeverfahrens geforderten Eigentümerwechsel vorbereitet haben, ist dieser nun einen ganz entscheidenden Schritt vorangekommen: Am 28. Februar 2018 haben die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein mit den vier US-amerikanischen Finanzinvestoren Cerberus Capital Management, J.C. Flowers, GoldenTree Asset Management und Centaurus Capital sowie der österreichischen BAWAG den Verkauf der HSH Nordbank vereinbart. Unser Dank gilt dabei auch den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein, die diesen komplizierten Verkaufsprozess mit Einsatz, Ruhe und Umsicht gesteuert haben.

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Profil schärfen, mehr Kunden gewinnen – erfolgreich sein.

Es steckt viel „Weiter“ in Weitermachen.

Was wurde unternommen, damit die HSH Nordbank einen Investor finden konnte? Wie sieht die Bank den Verkauf? Welche Rolle spielten die eigenen Mitarbeiter? Und vor allem: Wie geht es jetzt weiter? Stefan Ermisch, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank im Interview.

Mit der Privatisierung leisten wir Pionierarbeit. Jetzt geht es darum, die guten Perspektiven mutig zu nutzen.

Wie bewerten Sie das vergangene Jahr?

Stefan Ermisch: 2017 ist erneut ein Jahr des Wandels gewesen, das von den Vorbereitungen auf die Privatisie­rung geprägt war. Auf die haben wir intensiv hingearbeitet, dabei haben unsere Kolleginnen und Kollegen exzellente Arbeit geleistet. Am 28. Februar 2018 war es so weit: Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein haben mit den vier US-amerikanischen Finanzinvestoren Cerberus Capital Management, J.C. Flowers, GoldenTree Asset Management, Centaurus Capital sowie der österreichischen BAWAG den Verkauf der HSH Nordbank vereinbart. Damit gelingt in Deutschland zum ersten Mal die Privatisierung einer Landesbank – das ist ein historisches Ereignis. Und für uns eine riesige Chance. Wir stehen am Beginn einer spannenden Reise. Allerdings müssen die beiden Länder­parlamente, die Aufsichtsbehörden sowie die Europäische Kommission dem Eigentümerwechsel noch endgültig zustimmen. Auch der nahtlose Übergang vom Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe zum Bundes­verband deutscher Banken muss noch geregelt werden. Da wir hier Neuland betreten, sind die Experten der Sicherungssysteme gefordert, die wir natürlich nach Kräften unterstützen.

Die HSH Nordbank schließt das Jahr mit einem Verlust von minus 528 Millionen Euro nach Steuern ab. Weshalb?

Stefan Ermisch: Der Verlust resultiert vor allem daraus, dass wir leistungsgestörte Kredite (NPE) aus der Abbaubank in einer Höhe von 6,3 Milliarden Euro an ein Vehikel aus dem Kreis der Investoren verkauft haben. Dafür mussten wir ungeplante Risikovorsorge bilden. Im Gegenzug wird die Bank nahezu vollständig von den Altlasten befreit, die uns seit Jahren massiv belastet haben. Diese Befreiung ist ein entscheidender Schritt für eine erfolgreiche Privatisierung. Die Qualität unseres Portfolios verbessert sich dadurch in einem Rutsch auf ein im europäischen Wettbewerb sehr gutes Niveau – unsere NPE-Quote sinkt unter zwei Prozent.

Wie lief das operative Geschäft vergangenes Jahr?

Stefan Ermisch: In der Kernbank beträgt das Ergebnis vor Steuern 732 Millionen Euro, das liegt knapp zehn Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dabei profitieren wir auch von der Hebung stiller Reserven, das hilft uns, die Belastungen aus der Vergangenheit tragen zu können. Beim Neugeschäft haben wir mit 8,5 Milliarden Euro fast das gute Vorjahresniveau erreicht und allein 2,3 Milliarden Euro an etwa 120 neue Kunden ausgereicht, was mich besonders freut. Dazu kommt unsere Kernkapital­quote, die mit über 15 Prozent – auch im Vergleich mit Wettbewerbern – sehr solide ist. Unterm Strich haben wir bemerkenswerte strukturelle Erfolge erzielt. Insgesamt ist das Ergebnis zufriedenstellend.

„Vor uns liegt eine enorme, mehrjährige Transformation“

Inwieweit hat die Privatisierung das Neugeschäft beeinflusst?

Stefan Ermisch: Es gab nicht wenige, die an einem Verkauf der Bank gezweifelt und das kundgetan haben. Das sorgt für Unruhe und macht das Geschäft nicht einfacher. Angesichts dieser Rahmenbedingungen hat sich unsere Mannschaft tapfer geschlagen, das Neugeschäft ist wirklich ordentlich.

Ist die Bank für den Wechsel in das private Bankenlager bereits gerüstet?

Stefan Ermisch: Eins nach dem anderen. Wir haben in den vergangenen Jahren durch unsere guten Leistungen und die Verbesserung unserer Strukturen alles getan, damit die Privatisierung gelingt. Aber das allein reicht sicher nicht, wir dürfen uns nicht zurücklehnen. Vor uns liegt eine enorme, mehrjährige Transformation. Wir entwickeln uns von einer Landesbank mit staatlichen Eigen­tümern zu einer Bank mit privaten Aktionären. Einen größeren Unterschied gibt es fast nicht. Für uns wird Veränderung mehr denn je zum Alltag gehören.

Was heißt das konkret?

Stefan Ermisch: Wir müssen künftig viel effizienter arbeiten. Ich möchte das an vier Zielen festmachen. Erstens eine moderate Eigenkapitalrendite von mindestens acht Prozent. Zweitens eine im Vergleich zu anderen Geschäfts­banken angemessene Cost-Income-Ratio von 40 Prozent. Drittens eine dauerhafte Kernkapitalquote von 15 Prozent als unser Sicherheitsmaß. Viertens eine NPE-Quote von unter zwei Prozent, die für die Qualität unseres Portfolios steht.

Sind das die anspruchsvollen Ziele der neuen Eigentümer?

Stefan Ermisch: Diese Ansprüche sind keinesfalls übertrieben. Die müssen wir an uns selbst stellen, denn wir wollen wettbewerbsfähig sein. Übrigens hat auch die Europäische Kommission ganz klare Vorstellungen von der künftigen Rentabilität unserer Bank, genau wie von der Rentabilität anderer Geldinstitute. Sie erteilt nur dann eine Genehmigung zur Privatisierung, wenn der Nachweis der Lebensfähigkeit erbracht wird – die genannten Leistungsindikatoren spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Kommission will eine starke, wirtschaftlich erfolgreiche Bank, die stabil im Markt steht. Und genau das will das Management auch.

Wird sich das Geschäftsmodell der Bank ändern?

Stefan Ermisch: Auch künftig werden wir eine Commercial Bank mit dem Kredit als Ankerprodukt sein, allerdings mit einem neuen Namen. Unsere aktuellen Geschäftsbereiche bilden das Gerüst der neuen Bank. Gleichzeitig werden wir unseren Horizont mit Augenmaß erweitern. Das wird möglich, weil nach dem für das zweite oder dritte Quartal erwarteten Closing die Restriktionen aus dem EU-Beihilfeverfahren wegfallen.

Wie könnte eine Erweiterung der Aktivitäten aussehen?

Stefan Ermisch: Perspektivisch können wir unser Immobiliengeschäft behutsam auf einige internationale Märkte ausdehnen. Unseren Standort in Singapur, dem Wachstumszentrum Asiens, werden wir stärken, im Kapitalmarktgeschäft ergeben sich neue Möglichkeiten. Die Finanzierung von Infrastrukturprojekten und Erneuerbaren Energien betreiben wir heute bereits außerhalb Deutschlands, hier werden wir unseren Radius noch etwas ausweiten. Unseren klar auf Sektoren fokussierten Auftritt im deutschen Mittelstand werden wir trotz des Verdrängungswettbewerbs sorgfältig intensivieren und dabei mehr Dienstleistungen verkaufen und so unsere zinsunabhängigen Erträge verbessern.

Werden strukturelle und personelle Veränderungen notwendig?

Stefan Ermisch: Wir stehen vor der Aufgabe, eine ehemals öffentlich-rechtliche Bank, die einst eine Bilanzsumme von gut 200 Milliarden Euro hatte, in ein privates Institut mit einer Zielbilanzsumme von unter 60 Milliarden Euro umzuwandeln. Mit unseren Sozialpartnern haben wir bereits vor Jahren einen notwendigen Kapazitätsabbau auf unter 1.600 Vollzeitarbeitsplätze bis Mitte 2019 vereinbart. Mit der erfolgreichen Privatisierung werden alle Themen rund um die Abbaubank entfallen, denn die gibt es dann nicht mehr. Wir werden uns den neuen Aufgaben der Zukunft stellen.

Was heißt das?

Stefan Ermisch: Wir wollen zu einer agilen und mittelständisch geprägten, exzellenten Geschäftsbank werden. Notwendige personelle Anpassungen werden wir zum richtigen Zeitpunkt mit den Sozialpartnern besprechen. Generell geht es darum, unsere noch zu komplexen Backoffice-Strukturen, die teilweise noch aus den alten Zeiten stammen, zu verschlanken und den Vertrieb sinnvoll zu stärken. Wir werden die Geschwindigkeit erhöhen, agiler werden und unabhängiger von starren Hierarchien arbeiten. Das bedeutet auch eine Veränderung unserer Führungskultur. Wir brauchen mehr Kreativität, mehr Vielfalt. Unser Ziel ist es, eine neue Bank zu schaffen, die mit ihren privaten Aktionären erfolgreich ist. Ich sehe großes Potenzial in der neuen Bank.

Stefan Ermisch, Vorstandsvorsitzender

Unser Weg zur Privatisierung: schlanker werden, schlagkräftiger werden, stärker werden.

6,2 Mrd. Euro

Bestandskunden

2,3 Mrd. Euro

Neukunden

Energie & Versorger

Top 5 europäischer Finanzierer

Neugeschäft 1,1 Mrd. Euro* *EaD

Immobilienkunden

Kreditbestand:

11,8 Mrd. Euro* *EaD

Klare Grundsätze, hohes Tempo, harte Einschnitte: Innerhalb von zwölf Monaten haben wir das Volumen leistungsgestörter Kredite halbiert.

Leistungsgestörte Kredite – viele davon aus dem Shipping – belasten die Bank seit vielen Jahren. Wie ist der Abbau 2017 vorangegangen?

Ulrik Lackschewitz: Sehr gut! Innerhalb von zwölf Monaten haben wir das Volumen leistungsgestörter Kredite (NPE) in der Bank halbiert: von 14,6 Milliarden Euro Ende 2016 auf 7,5 Milliarden Euro zum Ende 2017. Damit ist uns ein sehr schneller Abbau der Altlasten gelungen. Diese Reduzierung hat entscheidend zur erfolgreichen Privatisierung beigetragen. Das Volumen der gesamten Abbaubank – darin befanden sich neben leistungsgestörten Krediten auch stets nicht-strategische Portfolios – haben wir binnen eines Jahres um mehr als die Hälfte reduziert: von 21,4 Milliarden Euro auf 9,8 Milliarden Euro.

Weshalb ist der Abbau so schnell gelungen?

Ulrik Lackschewitz: Dafür gibt es mehrere Gründe: der eher positive Schifffahrtsmarkt – viele leistungsgestörte Kredite kommen aus dem Shipping –, ein etwas schwächerer US-Dollar, aber auch unsere eigenen Sanierungserfolge, die dazu führen, dass Engagements wieder gesund werden und nicht mehr zum NPE-Portfolio gehören. All diese Faktoren spielen eine Rolle. Fast genauso wichtig war jedoch, dass wir unsere Herangehensweise verändert haben.

Wie meinen Sie das?

Ulrik Lackschewitz: Wir haben uns bei Restrukturierung und Sanierung noch klarere Grundsätze gegeben und waren – in einem noch größeren Ausmaß als früher – auch eher bereit, harte Einschnitte vorzunehmen. Dabei haben wir uns wie immer daran orientiert, was für die Bank und die Garantiegeber am besten ist.

Geht das konkreter?

Ulrik Lackschewitz: Wenn wir einen leistungsgestörten Kredit sanieren oder restrukturieren, muss er danach ein für alle Mal gesund sein, denn wir wollen die Probleme schlichtweg nicht in die Zukunft schieben. 2017 gab es bei Containerschiffen und Stückgutfrachtern eine leichte Aufwärtsbewegung. Da wir nicht wissen, wie lange dieser Trend anhält, haben wir das aktuelle Zeitfenster genutzt, um unser NPE-Portfolio so massiv wie möglich zu reduzieren – wir wollten den Exit aus unserem Portfolio auf keinen Fall verpassen. Was mir aber sehr wichtig ist: Möglich war der rasche Abbau nur, weil unsere ganze Organisation extrem gut mitgearbeitet hat. Das war eine großartige Leistung des Teams."

Von Altlasten befreit, sind die Zukunftsperspektiven gut.

„Sehr schneller Abbau der Altlasten gelungen“

Wie wirkt sich die Privatisierung auf die Altlasten aus?

Ulrik Lackschewitz: Wir haben im Zuge des Eigentümerwechsels fast alle leistungsgestörten Kredite aus der Abbaubank, in der Mehrheit sind das Schiffsfinanzierungen, mit einem Volumen von 6,3 Milliarden Euro an eine Zweckgesellschaft aus dem Kreis der Investoren verkauft. Diese Port­folio-Transaktion steht jedoch noch unter der aufschiebenden Bedingung des erfolgreichen Abschlusses der Privatisierung. Diese wird mit dem für das zweite oder dritte Quartal erwarteten Closing abgeschlossen. Um den Verkauf des 6,3-Milliarden-Euro- Portfolios und damit die wichtige Befreiung von den Altlasten zu ermöglichen, mussten wir auf das Portfolio zusätzliche, einmalige Wertberichtigungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro bilden. Dabei hatten wir für das Portfolio bereits eine sehr umfang­reiche Risikovorsorge in Höhe von 2,8 Milliarden Euro gebildet.

Weshalb ist die zusätzliche Wertberichtigung dann so hoch?

Ulrik Lackschewitz: Sie entspricht der Differenz zwischen dem Nettobuchwert und dem Kaufpreis. Bei dem Portfolio handelt es sich um sehr problematische Assets - die Qualität ist einfach schlecht.

Aber warum entspricht der Kaufpreis nicht dem bilanziellen Ansatz für das Portfolio?

Ulrik Lackschewitz: Ganz so einfach ist es leider nicht. Es ist teilweise sehr schwierig, einen Wert für ein so großes Portfolio im engen Schifffahrtsmarkt zu ermitteln. Eins darf man nicht vergessen: Die Schifffahrts­märkte haben sich zwar von ihren historischen Tiefstständen erholt, bewegen sich aber immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau.

Die Ländergarantie ist bilanziell ausgelastet. Was bedeutet diese Wertberichtigung für das Konzernergebnis?

Ulrik Lackschewitz: Wir bilden diese Risikovorsorge in unserer Gewinn- und Verlustrechnung ab, was maßgeblich zu unserem Verlust im Jahr 2017 in Höhe von minus 528 Millionen Euro nach Steuern geführt hat. Damit haben wir einen harten, aber notwendigen Schnitt vollzogen. Der Portfolio-Verkauf bedeutet, dass die Bank von Altlasten praktisch komplett befreit ist. Die NPE-Quote für die Gesamtbank – und nur von ihr werden wir künftig sprechen – wird danach auf unter zwei Prozent sinken. Das ist ein im Vergleich zum Wettbewerb guter Wert. Befreit von Altlasten haben wir gute Zukunftsperspektiven. Ulrik Lackschewitz, Risikovorstand

ImmobilienkundenUnsere Projekte bestehen ausZement, Glas,Holz, Weitsicht,Marktwissen undguten Zahlen.

Die HSH Nordbank zählt zu den bedeutendsten Immobilienfinanzierern in Deutschland. Unsere Geschäftspartner schätzen unsere Kompetenz und die jahrzehntelange Erfahrung in der Immobilienbranche. Wir haben ein offenes Ohr für unsere Kunden, verstehen ihre Businesspläne und erarbeiten gemeinsam individuelle Lösungen – vom klassischen Hypothekendarlehen bis zur komplexen strukturierten Finanzierung. Dank sauberer Prozesse und kurzer Entscheidungswege erhalten Investoren, Projektentwickler und Bauträger schnell und zuverlässig Transaktionssicherheit für ihre Vorhaben – genau das, was sie brauchen.

Beim Neugeschäft ist es uns wichtig, die Risiken gut im Blick zu haben. „In einem reifer werdenden Markt schauen wir nochmal genauer hin: Wir haben Projekte mit einem Volumen von etwa 22 Milliarden Euro geprüft und schließlich 4,7 Milliarden Euro abgeschlossen“, sagt Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden. Gleichzeitig achten wir im Kreditbestand auf einen ausgewogenen Mix. So finden sich Wohnimmobilien, Büros und Einzelhandelsobjekte gleichermaßen in unserem Portfolio. Auch regional sind wir breit aufgestellt: Neben unseren Hauptsitzen in Hamburg und Kiel sind wir mit Büros und regionaler Expertise in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München vor Ort. Zudem zählen renommierte internationale Investoren zu unserem festen Kundenstamm, die wir bei ihren Projekten auf dem begehrten deutschen Immobilienmarkt begleiten.

Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden

Abb.: TAS Unternehmensgruppe, An der Alster 1, Hamburg

IMMOBILIENKUNDEN

Stark für Unternehmer

IMMOBILIENKUNDEN

Stark für Unternehmer

Verstehen

Um das Potenzial einer Lage oder einer Immobilie richtig einzuschätzen, braucht es Expertise und Erfahrung.

Erkennen

Als eine der führenden Immobilienbanken erstellen wir für Sie in enger Zusammenarbeit eine passgenaue ­Finanzierung: von der Projektidee bis zur Auszahlung.

Gestalten

Bauen Sie auf eine der ­ersten Adressen: Gemeinsam schaffen wir ein Fundament, auf das Sie sich stets verlassen können.

TAS Unternehmensgruppe: die Hamburg-Gestalter

Hamburg verändert sich. Die TAS Unternehmensgruppe um Marcus und Thomas A. Schwarz macht erfolgreich mit. Bodenständig, verlässlich und kompetent, wie Peter Axmann, Leiter des Bereichs Immobilien-Kunden sagt. Was er und Thomas A. Schwarz noch sagen, erfahren Sie in diesem Film.

Stein auf Stein auf Stein auf Stein auf Stein auf gute Zusammenarbeit.

TAS Unternehmensgruppe

Als im Frühjahr 2016 der Richtkranz über dem Rohbau am Überseering 2 in der Hamburger City Nord aufgestellt wurde, begrüßte Olaf Scholz, Hamburgs damaliger Erster Bürgermeister, die Gäste höchstpersönlich. Denn mit der Deutschen Telekom als Mieter hat sich eines der größten Telekommunikationsunternehmen der Welt zu Hamburg bekannt. Das ist nicht nur gut für den Wirtschaftsstandort Hamburg – Olaf Scholz lobte auch die zukunftsweisende Architektur und die städtebaulichen Impulse, die von dem Projekt ausgehen.

Verantwortlich für die Entwicklung des Vorzeigeprojekts war die TAS Unternehmensgruppe. In nur 15 Monaten Bauzeit hat sie termingerecht einen neunstöckigen Büroturm errichtet, der 2.150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des magentafarbenen Unternehmens Platz bietet. Finanziert hat den Neubau die HSH Nordbank. „Wir haben dieses Projekt vom Anfang bis zur Fertigstellung begleitet“, sagt Relationship-Manager Thomas Wente, der das Immobilien­unternehmen seit Jahren betreut. „Einmal mehr haben wir gesehen, wie professionell die TAS Unternehmensgruppe bei der Realisierung vorgeht – auch und gerade wenn es mal irgendwo hakt.“ Für die TAS Unternehmens­gruppe ist die Telekom-Zentrale – nach Revitalisierung der Allianz-Zentrale, dem Neubau eines 18-stöckigen Holiday-Inn-Hotels und der Sanierung eines Parkhauses – bereits das vierte Projekt in der City Nord und ein weiterer wichtiger Meilen­stein für die Entwicklung der Bürostadt in Hamburgs Norden.

Hinter dem Unternehmen mit den drei Buchstaben stehen Thomas Schwarz und sein Sohn Marcus, die die TAS Unternehmensgruppe im Jahr 2003 als Kommanditgesellschaft gegründet haben. Von ihren Büros in Hamburg und Köln aus ist das Familienunternehmen im gesamten Bundesgebiet als Investor und Projektenwickler für Unternehmenszentralen, Hotels und Wohnquartiere erfolgreich aktiv.

Vater und Sohn sehen sich dabei in mehrfacher Hinsicht in der Verantwortung: gegenüber der Gesellschaft, den Geschäftspartnern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von denen viele seit Jahren mit an Bord sind. Auch bei der Auswahl der finanzierenden Banken ist Geschäftsführer Marcus Schwarz eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig: „Wir können uns auf die HSH Nordbank hundertprozentig verlassen. Unsere Ansprech­partner verfügen nicht nur über eine ausgezeichnete Expertise, sondern passen auch menschlich gut zu unserem Unternehmen und unseren Werten.“ Vielen Dank für dieses Lob! Das freut uns sehr und soll so bleiben.

Thomas Wente Kundenberater Immobilien / Marcus Schwarz Gesellschafter TAS Unternehmensgruppe / Stephan Ölze Geschäftsführer Projektentwicklung TAS Unternehmensgruppe

Ästhetik trifft auf Wohnraum trifft auf Hamburg trifft auf passgenaue Finanzierungen.

Günther Franke Gruber Bauherrn

Christoph Günther, Andreas Franke und Christoph Gruber – die drei Hamburger Diplom-Kaufleute haben eine klare Philosophie: „Wir engagieren uns bei jedem Haus genau so, als bauten wir für uns selbst“, sagt Christoph Gruber. Daher komme der Name „Günther Franke Gruber Bauherren“, unter dem die Partner seit 2010 firmieren. Bereits 15 Jahre zuvor, im Jahr 1995, hatten sie unter dem Namen des Familienunternehmens Jacob Jürgensen ihr erstes gemein­sames Immobilienprojekt erfolgreich entwickelt.

Seitdem planen und realisieren die drei Geschäftsführer, die seit Schulzeit und Studium befreundet sind, hochwertigen Wohnraum in und um Ham­burg. Insgesamt haben sie bisher 84 Immobilien mit über 1.000 Wohnungen fertiggestellt. Die Bauten wurden individuell auf die Bedürf­nisse der künftigen Bewohner abgestimmt und genügen als moderne Klassiker nicht nur höchsten gestalterischen Ansprüchen, sondern überdauern auch Moden und architektonische Strömungen. Sie zeichnen sich durch einen eigenen zeitlosen Stil aus, der dank kreativer, neuer Interpretation klassischer Architekturelemente entsteht.

Nur wenn sie von einem Grundstück hundertprozentig überzeugt sind, werden die Hamburger tätig. Jedes Projekt wird von einem Partner federführend geleitet, der das Team aus Architekten, Ingenieuren und eigenen Spezialisten zusammenstellt. Was die drei Unternehmer antreibt: die Leiden­schaft für schöne Gebäude.

Mit der HSH Nordbank arbeiten die drei Individualisten seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammen. „Wir schätzen besonders den Austausch auf Augenhöhe mit der HSH Nordbank“, sagt Andreas Franke. „Die Zusammenarbeit ist unkompliziert, Entscheidungen sind transparent und Vereinbarungen werden zuverlässig und zeitnah umgesetzt.“ Christoph Günther ergänzt: „Wir sind Hamburger und unser Planungsgebiet ist die Metropolregion rund um Alster und Elbe – da passt ein kompetenter Finanzierer mit Tradition, der Region und Branche genau kennt, wunderbar zu uns.“

Das jüngste von Christoph Günther gemeinsam mit der Hoch- und Tiefbau Gadebusch initiierte Projekt, „Oslever Hööv“, befindet sich im Westen der Hansestadt. Rund 130 Wohnungen wurden Ende 2017 fertiggestellt und bieten rund 300 Hamburgerinnen und Hamburgern ein neues Zuhause. HSH Nordbank Kundenberaterin Susanne Siemer hat die Finanzierung begleitet: „Es ist toll zu sehen, wie die Herren Günther, Franke und Gruber für ihre Projekte brennen. Die drei verfügen über ausgezeichnetes bauliches und betriebswirtschaftliches ­Verständnis“, sagt sie. „Und zudem ­legen sie bei ihren Bauten großen Wert auf Ästhetik.“

Der bei diesem Projekt zu 50 % beteiligte starke und kompetente Partner, die HTG Hoch- und Tiefbau Gadebusch GmbH, kann auf eine 50-jährige Erfahrung im Baugeschäft verweisen. Wir kennen den Geschäftsführer Franz Gelz seit Jahren als versierten Kaufmann und Bauingenieur, dessen Know-how für gute Bauqualität überzeugt.

Christoph Günther, Geschäftsführer Günther Franke Gruber Bauherren / Susanne Siemer, Kundenberaterin Immobilien / Franka Cratzius, Generalbevollmächtigte der HTG Hoch- und Tiefbau Gadebusch GmbH

UnternehmenskundenBanking für den Mittelstand ist wie Zehnkampf.

Vorn ist, wer jede Disziplin beherrscht.

Der Aufbau von Solarparks, das Wachstum eines Lebensmittelproduzenten, die strategische Investition eines Chemiegroßhändlers, die Gründung des Next Commerce Accelerators – schon ein kurzer Blick auf nur einige unserer Aktivitäten im Jahr 2017 macht klar: Im Bereich Unternehmenskunden decken wir ein sehr weites Feld ab. Vielfalt und Flexibilität sind die Eigenschaften, für die wir bei unseren Kunden bekannt sind, und die Eigenschaften, auf die es ankommt, wenn man mittelständische Unternehmen mit Krediten und Bankdienstleistungen versorgt.

In unseren Fokusbranchen punkten wir mit Branchen-, Produkt- und Beratungskompetenz – ob Energie & Versorger, Infrastruktur & Logistik, Industrie & Dienstleistungen, ob Gesundheitswirtschaft, Ernährung & Handel, Wealth Management oder Structured Finance und Merger & Acquisitions. Wir sind eine integrierte Corporate Finance Bank, die durch ihre Positionierung in den Feldern Strukturierte Finanzierungen und Leveraged Buy Out einen Komplettservice anbietet. Unsere langjährigen Kunden wissen das zu schätzen – und die vielen, die jedes Jahr neu dazukommen, ebenso.

Unsere Zielkunden sind inhabergeführte Unternehmen. Dabei sind wir räumlich nicht auf unsere norddeutsche Heimatregion begrenzt, sondern schließen auch im Süden, Westen und Osten der Bundesrepublik erfolgreich Geschäfte ab. Und: Wir begleiten deutsche Unternehmen bei ihren Geschäftsaktivitäten ins Ausland, wo wir neue Märkte wie Portugal und die Niederlande für uns erschlossen haben – das ist ein Schlüssel zu weiterem Wachstum. Patrick Miljes, Leiter Unternehmenskunden

Insgesamt haben wir bislang mehr als

5,5 Gigawatt aus erneuerbaren Energien finanziert.

Eines der ersten Unternehmen, die Windparks bauten.

Eine der ersten Banken, die sie finanzierten. Passt.

ABO Wind

Als sich Dr. Jochen Ahn und Matthias Bockholt 1996 mit ihrem Unternehmen ABO Wind selbstständig machen, schießt Oliver Bierhoff Deutschland mit seinem Golden Goal zum Fußball-Europameister. Der Atomausstieg ist ferne Zukunftsmusik und die Windkraft ein von vielen spöttisch belächeltes Randthema – vergangene Zeiten. Die HSH Nordbank – genauer gesagt ihre Vorgänger­institute – war damals eine der ersten Banken, die Projekte aus dem Bereich Erneuerbare Energien finanziert hat. Heute ist die ABO Wind AG einer der erfolgreichsten Windpark-Entwickler in ganz Europa, insgesamt hat die Firma mehr als 600 Windenergieanlagen mit rund 1.400 Megawatt Leistung ans Strom­netz gebracht. Immer noch ein Partner an ihrer Seite: die HSH Nordbank. Mittlerweile gehören wir in Europa zu den Top-Five-Finanzierern von Wind- und Solarprojekten. Pioniergeist zahlt sich aus. Nach wie vor gehören die Gründer von ABO Wind dem Vorstand des Unternehmens an, das nicht nur schlüsselfertige Windparks plant, finanziert und errichtet, sondern ebenso die Betriebsführung von Windparks, Wartungen, Prüfungen, Reparaturen sowie technische Gutachten anbietet. Zudem plant und ­errichtet ABO Wind mittlerweile auch Photovoltaik-Projekte. Insgesamt arbeiten unter anderem am Hauptsitz in Wiesbaden rund 500 Spezialistinnen und Spezialisten an der Umsetzung der Energiewende – in Deutschland und weit darüber hinaus. „Für die Finanzierung zweier Windparks in Finnland benötigten wir 2017 einen Bankpartner, der über ein tiefes Know-how des finnischen Marktes verfügt“, sagt Petra Leue-Bahns, Bereichsleiterin Finanzen und Vertrieb bei ABO Wind. „Die HSH Nordbank hat uns wieder einmal innerhalb kurzer Zeit sehr gute und vor allem tragfähige Lösungen angeboten.“ Möglich ist so ein guter Service auch, weil wir über Jahrzehnte großes Wissen und viele Kontakte im Bereich Erneuerbare Energien aufgebaut haben. „Mit ABO Wind besteht seit Jahren eine gute Vertrauensbasis“, sagt Torsten Heidemann, Kundenberater der HSH Nordbank. „Das macht unsere Zusammenarbeit so konstruktiv und erfreulich – jetzt und in Zukunft.“

Zwei Pioniere in Finnland: ABO Wind und HSH Nordbank.

ABO Wind war eines der ersten Unternehmen, die Windparks gebaut haben. Die HSH Nordbank war eine der ersten Banken, die sie finanzierten. Wie die gemeinsame Haltung des Pioniers die Beziehung zwischen Bank und Kunde besonders macht – darum geht es in diesem Film.

Stark für Unternehmer

ENERGIE & VERSORGER

Stark für Unternehmer

ENERGIE & VERSORGER

Verstehen

Technische, rechtliche und strukturelle Veränderungen prägen die Märkte.

Erkennen

Sie können sich auf unsere Erfahrung als Branchenpionier und unser Gespür für Entwicklungen verlassen. Bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben helfen wir Ihnen – mit unserer Expertise und ganzheitlichen finanziellen Lösungen.

Gestalten

Ob Sie Versorger sind, auf Solar, Wasser oder Wind, Offshore oder Onshore setzen: Wir unterstützen Sie mit aller Kraft.

Vapiano in Zahlen: 5.550 Mitarbeiter, 205 Filialen, 33 Länder.

Vapiano in Worten: ein guter Partner.

Vapiano

Ein stattlicher Olivenbaum, lange Eichenholztische, Bar- und Loungebereich und die gläserne Zubereitungsinsel mitten im Lokal für frische Pasta, Pizzen, Salate und Nachspeisen – jedes Vapiano-Restaurant bietet den Gästen das gleiche ungezwungene, lässige Ambiente. Und zwar überall auf der Welt. Die Erfolgsgeschichte von Vapiano hat 2002 mit einem Restaurant in Hamburg begonnen. Seitdem setzt Vapiano mit seinem sogenannten Fresh-Casual-Dining- Konzept Maßstäbe in der Systemgastronomie. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat nach dem erfolgreichen Börsengang 2017 auch für die Zukunft ambitionierte Wachstumspläne. Allein im vergangenen Jahr eröffnete Vapiano weltweit 27 neue Restaurants und hat damit seine internationale Präsenz auf 205 Filialen in 33 Ländern auf fünf Kontinenten ausgebaut. Rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten für Vapiano.

Die HSH Nordbank ist seit vielen Jahren einer der Finanzierungspartner des Unternehmens. „Bei allen Veränderungen, die unser Unternehmen in den letzten Jahren umgesetzt hat, ist die HSH Nordbank ein verlässlicher Partner, der uns gut versteht und berät“, sagt Lutz Scharpe, Finanzvorstand von Vapiano.

„Vapiano hat ein innovatives Geschäftsmodell, das Vorbildcharakter für die Gastronomie hat“, meint Jan Ströhnisch, Kundenberater der HSH Nordbank. Die Devise lautet: niemals Stillstand, permanente Verbesserungen in der Organisation der Abläufe – etwa bei der Zubereitung des Essens oder der Schulung des Personals. Um die Wartezeiten in den Restaurants zu verkürzen, geht Vapiano beispielsweise mit der Bestellung via Terminals oder Smartphone-App neue Wege. Zudem bietet das Unternehmen erfolgreich in immer mehr Restaurants Take-away- und Lieferservice-Dienste an, sodass der Gast Vapiano „anytime, anyplace, anywhere“ genießen kann.

Die weiteren Pläne? Bis zum Jahr 2020 sollen weltweit rund 330 Restaurants das Vapiano-Logo tragen. „Lass es mal langsam angehen“, so die sinngemäße Übersetzung des italienischen Begriffes „va piano“. Für das Unternehmen gilt das auf jeden Fall nicht.

Stark für Unternehmer

HANDEL & ERNÄHRUNG

Stark für Unternehmer

HANDEL & ERNÄHRUNG

Verstehen

Der Markt für Ernährungsprodukte ist durch ein verändertes Verbraucherverhalten, hohe Innovationskraft und starken Wettbewerb permanent in Bewegung.

Erkennen

Ob Marke, Whitelabel, ­Produktion oder Handel: Wir kennen die Herausforderungen und Chancen der Geschäftsmodelle und leisten unseren Beitrag, damit Sie Ihre Ziele erreichen.

Gestalten

Wo auch immer der Markt hingeht: Unsere Branchen­experten unterstützen Sie mit frischen Gedanken, um Ihre Ideen zu verwirklichen.

Lutz Scharpe, CFO Vapiano SE / Jan Ströhnisch, Kundenberater Handel & Ernährung

ShippingLektionen gelernt,vieles besser gemacht,Chancen gewahrt.

Shipping RELOADED

Ja, die HSH Nordbank war traditionell sehr eng mit der heimischen Schifffahrtsindustrie verbunden. Es gab Zeiten, zu denen sich die Bank mit dem rückblickend zweifelhaften Ruhm schmücken durfte, größter Schiffs­finanzierer der Welt zu sein – leider inklusive entsprechender Klumpen­risiken und milliardenschwerer Abschreibungen. Bekanntlich wurden diese in der Shipping-Krise seit 2008 zu einer enormen Belastung für die Bank, mittlerweile ist es uns gelungen, diese weitgehend abzubauen.

Aus den Fehlern der Vergangenheit haben wir gelernt und unsere Konsequenzen gezogen. Das heißt: Wir sind zwar immer noch im Shipping aktiv, allerdings auf einem völlig anderen Fundament als früher – mit geschärftem Risikobewusstsein und dem Fokus auf erfolgreiche Unternehmen mit belastbarem Geschäftsmodell. Und vor allem: in einem viel kleineren Maßstab. Ende 2017 lag unser Kreditvolumen im Shipping bei knapp 5,5 Milliarden Euro, über 500 Millionen Euro haben wir im Neugeschäft abgeschlossen. Statt wie früher vor allem auf deutsche Kunden und deren Containerschiffe zu setzen, arbeiten wir nun verstärkt mit internationalen Kunden zusammen, die ihre Unternehmen erfolgreich führen und in verschiedenen Segmenten engagiert sind. Klar haben wir uns gefragt, ob wir im Shipping überhaupt weiter aktiv bleiben sollen? Die Antwort lautet: ja. Denn wir sind überzeugt, dass die Seeschifffahrt perspektivisch interessant bleibt. Und zwar nicht nur, weil wir derzeit in der Branche eine starke Konsolidierung erleben, in deren Folge neue, gestärkte Einheiten entstehen. Auch die Raten und Schiffswerte haben sich nach einer der schwersten Krisen wieder stabilisiert. Der Markt bietet nun also gute Chancen, mit geschärfter Risikosicht zu investieren. Entscheidend ist jedoch: Der Welthandel wächst kontinuierlich weiter, in den vergangenen zwei Jahrzehn­-ten mit durchschnittlich 4,7 Prozent pro Jahr. Und wie werden mehr als 90 Prozent der Waren beispielsweise von Europa nach Asien, von Asien in die USA und von Südamerika nach Asien geschafft? Genau: auf dem Seeweg. Und: Nein, Alternativen dazu sind nicht in Sicht.

Stark für Unternehmer

Shipping

Stark für Unternehmer

Shipping

Verstehen

Für den nachhaltigen Erfolg Ihres Unternehmens in der maritimen Industrie brauchen Sie ein Geschäftsmodell, das Zukunft hat.

Erkennen

Sie finden mit uns eine Mannschaft, die auf Kurs bleibt. Auch wenn es mal stürmisch wird.

Gestalten

Deals bis ins Detail zu prüfen, Chancen abzuwägen und Sie maßgeschneidert zu unterstützen, ist unser Anspruch.

Von Nachbar zu Nachbar.Von Bank zu Reederei.Von Hapag-Lloyd zur HSH Nordbank.

Hapag-Lloyd

Gute Nachbarschaft ist viel wert, das gilt fürs Privatleben genauso wie für die Geschäftswelt. Kein Wunder also, dass die HSH Nordbank und Hapag-Lloyd eine lange Partnerschaft verbindet – die beiden Zentralen in Hamburg sind nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Und ausnahmsweise ist dieses Sprachbild (fast) wörtlich zu nehmen.

Die gute Zusammenarbeit beschränkt sich aber nicht nur darauf, dass die Bank dem Unternehmen Finanzierungen zur Verfügung stellt. Eine große, international tätige Reederei wie Hapag-Lloyd nutzt selbstverständlich auch andere Formen der Finanzierung, beispielsweise Anleihen. Diese werden am Kapitalmarkt platziert, wo institutionelle Anleger wie Versicherungen, Pensionskassen und vermögende Privatpersonen direkt investieren. Im vergangenen Jahr durften wir die benachbarte Linienreederei bei der Platzierung zweier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 900 Millionen Euro als Joint Bookrunner eines internationalen Bankenkonsortiums unterstützen. „Wir freuen uns immer, wenn wir einen langjährigen Kunden wie Hapag-Lloyd bei einer wichtigen Platzierung begleiten dürfen“, sagt Andreas Rasch aus dem Shipping-Team der Bank. „Das Interesse an den Anleihen war sehr groß.“

Zufriedenheit auch beim größten deutschen Schifffahrtsunternehmen, das 2017 durch seine Fusion mit der arabischen Reederei UASC zur weltweiten Nummer fünf aufgestiegen ist. „Die Platzierung verlief sehr erfolgreich und hat dazu beigetragen, das Fälligkeitenprofil sowie die Finanzierungskosten zu optimieren“, sagt Michael Kastl, Finanzdirektor von Hapag-Lloyd. „Bei so einer Transaktion zahlt es sich aus, dass wir mit der Bank seit vielen Jahren in einem engen Austausch stehen und uns gut kennen.“

Und klar, die Zusammenarbeit wird weitergehen – ganz vertrauensvoll, von Haustür zu Haustür in der Hamburger City.

Treasury & MarketsGeschäfte sicherer und intelligenter machen– das ist die Zukunft.

Wir haben schon mal angefangen.

Treasury & Markets

Rechnersysteme, die mit Hilfe von Algorithmen Währungsrisiken absichern und das Liquiditätsmanagement steuern, künstliche Intelligenz, die Marktanalysen für die Kreditvergabe an öffentliche Kunden übernimmt – Themen von morgen, die der Bereich Treasury & Markets schon heute aktiv angeht. Inklusive Fragen wie: Was wollen die Kunden in Zukunft überhaupt von einer Bank? Wo liegen die Chancen von Robo Treasury – und wo die Risiken?

Damit auch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen von diesen Gedanken und Erkenntnissen profitieren, fassen wir das alles in einem Innovationsblog zusammen. Denn Treasury & Markets ist kein Closed Shop, sondern sucht den Austausch mit internen und externen Fachleuten. Immer auf der Suche nach Anregungen, um den Service für unsere Kunden zu verbessern – und die eigene Leistung zu steigern. Wir wollen gerüstet sein für die Herausforderungen von morgen. Die Märkte verändern sich, wir treiben den Wandel voran.

Neben diesen zukunftsgerichteten Projekten kümmert sich der Bereich natürlich um seine Kernfunktionen: Platzierung von Anleihen und Landesschatzanweisungen, die Ausgabe von Anlageprodukten, die Verantwortung für das Liquiditätsmanagement sowie die Refinanzierung der Bank und die individuelle Absicherung von Zins- und Währungsrisiken für Kunden.

Treasury & Markets ist von zentraler Bedeutung für den Erfolg der Bank. Umso besser, dass der Bereich, der sich 2016 neu aufgestellt hat, weiter Fahrt aufgenommen hat und auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken kann. Das ist an den weiter gestiegenen Erträgen gut ablesbar. Aber nicht nur daran: Gleichzeitig ist es gelungen, den Kreis unserer nationalen und internationalen Institutionellen Investoren zu erweitern, Underwriting und Syndizierung auszubauen sowie einen Debt Fund zur Marktreife zu bringen. Auch bei der Refinanzierung der Bank haben wir neue Wege eingeschlagen und uns den Zugang zu Privatkunden erschlossen. Das ist ein wichtiger Schritt, der uns in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Fintech Deposit Solutions gelungen ist. Was das genau bedeutet und wie es funktioniert hat? Das lesen Sie auf der nächsten Seite.

Highlights aus unserem Leistungsspektrum:

  • Wir sind eng mit über 800 Kunden vernetzt, darunter viele institutionelle und öffentliche Investoren
  • Wir begleiten namhafte Emittenten bei Bond- und Schuldscheinemissionen
  • Wir strukturieren Refinanzierungsprodukte für Unternehmenskunden
  • Wir bauen unser Einlagen-, Zins- und Währungsmanagement weiter aus – hier verfügen wir über eine langjährige Expertise
  • Wir steuern und sichern Marktpreisrisiken für unsere Kunden
  • Wir sind ein verlässlicher Partner für Immobilienunternehmen im Risikomanagement und bieten maßgeschneiderte Lösungen
  • Wir haben das Treasury & Markets LAB als Innovationswerkstatt für das Kapitalmarktgeschäft gegründet
  • Wir haben erfolgreich Retaileinlagen eingeworben und damit die Refinanzierungsbasis der Bank verbreitert und diversifiziert

Mark Bussmann, Leiter Treasury & Markets

Aktiv auf der Passivseite. Breiteres Funding macht uns unabhängiger und flexibler.

Aktiv auf der Passivseite!

Als Wholesalebank sind wir der starke Finanzierungspartner für unsere Geschäftskunden. Wie flexibel, attraktiv und umfangreich wir sein können, entscheidet sich auf der Passivseite unserer Bilanz. Dort refinanzieren wir uns, dort findet das Funding statt. Das ist für alle Banken ein relevantes Thema, weil es die Parameter für das gesamte Kundengeschäft bestimmt. Und hier sind wir 2017 einen Riesenschritt weitergekommen und haben uns neue, zusätzliche Wege erschlossen. Denn wir haben unser Funding verbreitert und einen neuen Refinanzierungskanal gefunden, der es uns erlaubt, sehr effizient unser Risiko zu streuen, weniger abhängig von großen Einzeladressen zu sein und dabei flexibel unseren Bedarf an Liquidität zu steuern. Obwohl wir ein Wholesaler sind, können damit auch Privatkunden von unseren attraktiven Konditionen profitieren und wir nehmen diese Gelder gern. „Der Zugang zu Retailkunden ist extrem wichtig“, sagt Mark Bussmann, Bereichsleiter Treasury & Markets der HSH Nordbank. „Denn gerade Festgeldanlagen von Privatkunden wirken sich positiv auf die Fundingstruktur, die Liquiditätskennziffern und die Bilanzstruktur aus.“

Dafür haben wir einen strategischen Partner gefunden: Über die Plattform Zinspilot.de von Deposit Solution ist eine Online-Geldanlage bei der HSH Nordbank möglich. Die Erfolgsgeschichte von Deposit Solutions begann mit Mut, Kreativität und der ebenso simplen wie genialen Idee, Sparern bessere Zinsen und Banken bessere Refinanzierungsmöglichkeiten zu bieten – unkompliziert, günstig und schnell. Die Idee war so gut, dass Dr. Tim Sievers mit ihr im Jahr 2010 einen EU-Innovationspreis gewonnen und Deposit Solutions gegründet hat. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen europaweit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat bis Ende 2017 etwa vier Milliarden Euro Spareinlagen vermittelt.

Die HSH Nordbank arbeitet seit Herbst 2017 mit Deposit Solutions zusammen. „Ich freue mich, dass die Kooperation zustande gekommen ist und auf Anhieb so gut funktioniert“, sagt Dr. Tim Sievers, CEO und Gründer des Unternehmens. Auch wir freuen uns: Allein in den ersten vier Monaten haben wir über die Plattform 600 Millionen Euro eingeworben – und das bei einer Höchstanlage von 100.000 Euro.

Dr. Tim Sievers, CEO und Gründer Deposit Solutions

Mark Bussmann, Leiter Treasury & Markets

IT & InnovationEine neue Bankenwelt.1.000 digitale Möglichkeiten.Wir nutzen sie.

Tiefgreifende digitale Transformation

Die Welt der IT verändert sich sehr schnell. Wie reagiert die HSH Nordbank darauf?

Ulrich Scheer: Wir richten unsere IT ständig an den neuen Herausforderungen aus. Deutlich wird das unter anderem in unserer Digitalstrategie, die weit über das Thema IT hinausgeht. Darin befassen wir uns damit, wie wir die Möglichkeiten der digitalen Welt für unser Geschäftsmodell nutzen können. Ein Beispiel dafür ist unsere erfolgreiche Banking App. Gleichzeitig haben wir eine zentrale Datenplattform aufgebaut. Sie bildet die Basis für die weitere Digitalisierung der Bank. Aber auch wenn wir bereits vieles erreicht haben, dürfen wir uns auf keinen Fall ausruhen – im Gegenteil. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los, denn wir wollen bei Zukunftsthemen Schritt halten.

Was heißt das konkret?

Ulrich Scheer: Wir erleben gerade eine tiefgreifende digitale Transformation, darauf stellen wir uns ein. Nutzerfreundlichkeit verbessern, Effizienz steigern, Zusammenarbeit beschleunigen – Themen, bei denen wir besser werden wollen, gibt es genug. Im Alltag dominiert eine mobile IT-Welt, in der Apps eine immer wichtigere Rolle spielen: Für die Taxibestellung, für den Pizzaservice, für das Wetter, für fast alles gibt es jeweils eine eigene, kleine Anwendung – das ist eine sogenannte desintegrierte IT-Welt. Viele Banken, auch wir, haben eine eher monolithische IT-Architektur mit großen, wenig flexiblen Blöcken. Um Geschwindigkeit zu gewinnen und Projekte schneller umzusetzen, brauchen wir künftig für einzelne Funktionen handliche Systeme, mit denen wir schnell reagieren können. Kurzum: Unsere IT-Landschaft muss agiler und flexibler werden. Genau daran arbeiten wir.

Sind damit große Investitionen verbunden?

Ulrich Scheer: Das Gute an der neuen IT-Welt ist, dass man mit kleinen Maßnahmen gute Effekte erzielen kann. Wir starten mit finanziell wenig aufwändigen Projekten, die uns – so hoffen wir – dennoch neue Möglichkeiten eröffnen.

Zuletzt haben viele Unternehmen Schäden durch Cyberkriminalität erlitten. Spüren Sie eine größere Bedrohung?

Ulrich Scheer: Ja, dabei geht es uns genau so wie anderen Unternehmen. Wir haben uns auf die neue Lage eingestellt, indem wir unsere Sicherheitsarchitektur deutlich gestärkt haben und sie laufend ausbauen. IT- Sicherheit ist mittlerweile ein zentrales Element unserer Arbeit. Mittlerweile hat die IT und damit deren Sicherheit aus aufsichtsrechtlicher Perspektive eine große Bedeutung. Sie ist für die Regulatoren ebenso wichtig wie die zentralen Faktoren einer Bank, nämlich Kapital und Liquidität.

Wie gelingt es, bei Innovationen auf der Höhe der Zeit zu sein?

Ulrich Scheer: Wir haben nicht die Mittel, um selbst marktbewegende Neu­entwicklungen voranzutreiben, dafür sind wir zu klein. Aber wir fühlen uns mit der Rolle des Early Followers sehr wohl. Wir konzentrieren uns gezielt auf Themen, beispielsweise Blockchain. Bei uns steht die Innovation im Fokus.

Ulrich Scheer,
Leiter IT

EconomicsWer Rohstoffe sucht, muss in die Tiefe gehen.Wer den Markt verstehen will, auch.

Der Ölpreis steigt, Kupfer erklimmt ein Vier-Jahres-Hoch, Palladium erreicht so hohe Kurse wie noch nie – das Metall wird in Autokatalysatoren verbaut und ist deshalb besonders begehrt. An den internationalen Rohstoffmärkten ist immer viel Bewegung, zuletzt zogen die Kurse stark an – mit teilweise enormen Konsequenzen für Unternehmen, die auf einmal mit deutlich gestiegenen Kosten kalkulieren mussten. Wer Anfang 2017 geahnt hätte, dass der Preis für ein Barrel Rohöl binnen zwölf Monaten um mehr als 20 Prozent steigt, wäre wohl eine Absicherung eingegangen. Das haben aber die wenigsten getan. „Mit unseren Analysen und Prognosen zu den Rohstoffmärkten versuchen wir unseren Kunden praktisch zu helfen“, sagt Jan Edelmann, Rohstoffanalyst bei der HSH Nordbank. Er befasst sich täglich mit den Märkten und blickt dabei hinter die Kulissen. Jan Edelmann kennt die Strategien US-amerikanischer Schieferölproduzenten, beobachtet, wie die chinesische Regierung ihre Wirtschaft steuert, und hat im Blick, welche Folgen die Etablierung neuer Technologien hat. „Kupfer, Alauminium, Nickel und Zink werden für den Bau von Elektroautos gebraucht“, sagt er. „Die Nachfrage und damit die Preise bleiben hoch.“ Aber könnte bei hohen Preisen nicht einfach ein neuer Produzent an den Start gehen? „Nein, so einfach ist das nicht“, sagt der Ökonom, dessen Wissen von vielen Zeitungen regelmäßig abgerufen wird. „Bis eine neue Kupfermine aufgebaut ist, vergehen zehn Jahre, so ein Projekt kostet ein paar Milliarden Euro.“ Gut zu wissen. Also: Bleiben die Rohstoffpreise hoch? „Wenn die Weltkonjunktur robust bleibt, ist das wahrscheinlich“, meint Edelmann. Sein Rat: „Immer alle Faktoren im Blick behalten.“ Gute Idee, aber dafür haben wir ja eigentlich ihn.

Die Welt wird komplexer, die Verflechtungen nehmen zu. Sind wirtschaftliche Prognosen schwieriger geworden?

Dr. Cyrus de la Rubia: Es war nie einfach, die Entwicklung der Wirtschaft vorherzusagen. Daran hat sich nichts geändert. Allerdings ist es inzwischen zunehmend schwierig geworden, die Gegenwart zu verstehen, denn wir stellen fest, dass einige Muster und Grundsätze, die früher gegolten haben, heute nicht mehr wirken.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Dr. Cyrus de la Rubia: Wenn die Wirtschaft gut läuft und die Arbeitslosigkeit sinkt, steigt normalerweise die Inflationsrate – so steht es in den Lehrbüchern. Seit ein paar Jahren brummt nicht nur die deutsche Wirtschaft, wir nähern uns sogar der Vollbeschäftigung – die Inflation bleibt aber niedrig. Offenbar gelten einige alte Lehrsätze nicht mehr.

Weshalb gilt der Zusammenhang zwischen Vollbeschäftigung und Inflation nicht mehr?

Sintje Boie: Ein wichtiger Punkt ist der technologische Fortschritt, beispielsweise durch die Digitalisierung. Dadurch sinken die Produktionskosten, teilweise werden die Produkte aufgrund neuer Handelsstrukturen wie E-Commerce günstiger angeboten. Das drückt die Inflation. Uns beschäftigt aber auch, dass die Zinsen so lange so niedrig bleiben. Hier spielt wahrscheinlich die alternde Gesellschaft eine wichtige Rolle.

Was hat die alternde Gesellschaft mit Zinsen zu tun?

Dr. Cyrus de la Rubia: Derzeit nähert sich die Generation der Babyboomer langsam dem Rentenalter. Das ist eine Lebensphase, in der viel gespart wird. Das Verhältnis zwischen Erspartem und Investition hat großen Einfluss auf die Zinsen. Wenn die Ersparnisse steigen, die Investitionen aber konstant bleiben, gibt es ein Überangebot an Geld – die Zinsen bleiben niedrig. Dieser Trend könnte sich umkehren, wenn die Babyboomer tatsächlich in das Rentenalter eintreten, dann wird das Ersparte nämlich aufgebraucht, was zu höheren Zinsen führen sollte.

Wie können die Kunden der Bank von den Erkenntnissen Ihrer volkswirtschaftlichen Analyse profitieren?

Sintje Boie: Wir sind mit den Kunden in einem steten Austausch und besuchen sie regelmäßig mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus dem Vertrieb. Viele Kunden sind sehr gut informiert, suchen aber einen Diskussionspartner, mit dem sie ihre Ansichten besprechen können, dazu nutzen sie unter anderem Veranstaltungen wie unser Zinsfrühstück. Daneben arbeiten wir in unseren klassischen Publikationen aktuelle Themen auf, beziehen in Kommentaren Position und informieren in modernen Formaten wie Webinaren.

Ein aktuell wichtiges Thema sind die Wechselkurse. Wird der Euro gegenüber dem Dollar 2018 noch stärker?

Dr. Cyrus de la Rubia: Wir haben nach wie vor eine positive Sicht auf den Euro. Dabei bleiben wir, auch weil er durch politische Initiativen in Europa gestärkt wird.

Jan Edelmann, Analyst / Dr. Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt / Sintje Boie, Analystin

Wie hängen wer und was womit wann und warum zusammen? Unsere Studien liefern Antworten, die unsere Kunden weiterbringen.

Nah an den Märkten, nah an den Trends, nah am Kunden – die Analysten der HSH Nordbank verwandeln Modelle und theoretische Erkenntnisse in praktischen Nutzen für Unter­nehmen. „Wir wollen Akzente setzen und relevant informieren“, sagt Tom Miller, der genau wie seine Kollegen regelmäßig bei Kunden vor Ort ist, um sein Wissen zu teilen.

Wer die Zukunft gestalten will, muss die Gegenwart verstehen und sich abzeichnende Entwicklungen erkennen – genau dazu tragen unsere Studien bei: Gesundheitswirtschaft, Ernährung, Infrastruktur, Erneuerbare Energien, Rail, Wind, Mode – die Liste der Arbeiten zu aktuellen Themen ist lang. Dabei basieren die Studien nicht nur auf einem gründlichen Research, also einer feinkörnigen Analyse der Branche, sondern auch auf vielen Interviews mit Fachleuten. Ein Beispiel dafür: die Diskussionen von Tom Miller und Kundenberater Thomas Glahe mit Christian Strauch, dem Geschäftsführer von apo-rot, einer der führenden Versandapotheken in Deutschland, die sich in der Studie „Gesundheitswirtschaft 2017“ wiederfinden. Das Unternehmen aus Hamburg hat um seine Filialen eine Versandapotheke aufgebaut – und ist damit äußerst erfolgreich. „Wir beschreiten neue Wege“, sagt Christian Strauch. „Dabei ist es wichtig, immer im engen Austausch mit anderen Fachleuten zu stehen. Diskussionen wie die mit der HSH Nordbank bringen uns weiter.“ Tom Millers Studie zur Gesundheitswirtschaft hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. „Uns geht es darum, Daten und Fakten so aufzuarbeiten, dass die Kunden sie konkret für strategische Entscheidungen nutzen können“, sagt Miller. „Wir orientieren uns an zwei Fragen: Was treibt unsere Kunden um? Was hilft Ihnen weiter?“

Research gleich Wissenschaft im Elfenbeinturm? Nein, wir stellen uns das ganz anders vor. Unser Motto lautet: möglichst viel Wissen möglichst gut nutzbar machen – zum Nutzen der Kunden.

PerspektivenDanke fürs Mitarbeiten.Und fürs Mitdenken.Und Mitanpacken.Und Mitfiebern.Und Mitstreiten.

Personal

Wie heißt es so schön: Jugend ist Zukunft. Da ist was dran, das beherzigen wir seit vielen Jahren. Unsere jungen Kolleginnen und Kollegen liegen uns so sehr am Herzen, dass wir ihnen nicht nur verschiedene duale Ausbildungsberufe und umfangreiche Trainee-Programme anbieten. Wir besetzen auch offene Stellen bevorzugt mit eigenen Young Professionals. Für diese Jugend-Initiativen wurden wir 2017 von der Absolventa GmbH, einer auf Berufseinsteiger spezialisierten Jobbörse, erneut als Anbieter hochwertiger, karrierefördernder und fairer Traineeprogramme sowie als „Fair Company“ für Praktikanten und Hochschulabsolventen ausgezeichnet. Über dieses Lob haben wir uns sehr gefreut – und betrachten es als Ansporn, unseren Weg engagiert weiterzugehen.

Bevor jetzt Missverständnisse aufkommen: Natürlich wissen wir, dass es nicht nur auf die Jungen ankommt – die Mischung macht’s. Erfahrung ist wichtig, tiefe Branchenkenntnis genauso und selbstverständlich ein breites Netzwerk. Eben das, was viele unserer Kolleginnen und Kollegen mitbringen. Sie sind gut ausgebildet, hoch motiviert und bilden das Herzstück unserer modernen, erfolgreichen Personalarbeit. Die drückt sich wiederum in der Leistungsfähigkeit des Personals aus. Und um die ist es bei uns gut bestellt, sonst wären in den vergangenen Jahren weder unsere Erfolge bei der Privatisierung, noch beim Neugeschäft, noch beim Abbau der Altlasten möglich gewesen. Das geht nur mit guten Leuten. Und die haben wir.

Um die Kolleginnen und Kollegen weiter zu fördern, bieten wir ihnen umfangreiche persönliche und fachliche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung an. Aber Arbeit ist nicht alles, die Work-Life-Balance muss ebenfalls stimmen. Deshalb gibt es bei uns nicht nur flexible Arbeitszeitmodelle, sondern auch umfangreiche Beratungs- und Informationsangebote zu den Themen Familie, Angehörige und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die nutzen viele – übrigens auch unsere jungen Kolleginnen und Kollegen.

Judith Steinhoff, Leiterin Personal

Interne Revision

Die interne Revision erbringt objektive, risikoorientierte Prüfungs- und Beratungsleistungen, die sich auf alle Geschäftsaktivitäten und Prozesse der HSH Nordbank erstrecken. Sie bewertet die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit des Risikomanagements, des internen Kontroll­systems und der Führungs- und Überwachungsprozesse. Die interne Revision ist bei allen wesentlichen Projekten sowie Änderungen betrieblicher Prozesse und Strukturen involviert. Um ihre Aufgaben zu erfüllen, verfügt sie über ein uneingeschränktes Informationsrecht. Sie agiert stets selbstständig und unabhängig.

Der Unternehmensbereich Compliance wirkt zentral und übergreifend auf die Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben in der HSH Nordbank hin. Er überwacht deshalb die Kapitalmarktaktivitäten der Bank und trifft strukturelle Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und weiterer nach dem Kreditwesengesetz strafbarer Handlungen. Außerdem überwacht er die laufende Einhaltung aller relevanten Finanzsanktionen und Embargos. Grundlegende Verhaltensvorgaben für die Beschäftigten der Bank sind in einem „Code of Conduct“ zusammengefasst. In Verbindung mit regelmäßigen Schulungen erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine verlässliche Orientierung hinsichtlich rechtlicher Anforderungen sowie ethischer und gesellschaftlicher Maßstäbe. Darüber hinaus hat die HSH Nordbank eine externe Stelle für Hinweisgeber („Whistleblower“) eingerichtet. Diese nimmt interne und externe Hinweise auch anonym auf und leitet Verdachtsfälle an den Bereich Compliance weiter.

Compliance

Der Unternehmensbereich Compliance wirkt zentral und übergreifend auf die Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben in der HSH Nordbank hin. Er überwacht deshalb die Kapitalmarktaktivitäten der Bank und trifft strukturelle Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und weiterer nach dem Kreditwesengesetz strafbarer Handlungen. Außerdem überwacht er die laufende Einhaltung aller relevanten Finanzsanktionen und Embargos. Grundlegende Verhaltensvorgaben für die Beschäftigten der Bank sind in einem „Code of Conduct“ zusammengefasst. In Verbindung mit regelmäßigen Schulungen erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine verlässliche Orientierung hinsichtlich rechtlicher Anforderungen sowie ethischer und gesellschaftlicher Maßstäbe. Darüber hinaus hat die HSH Nordbank eine externe Stelle für Hinweisgeber („Whistleblower“) eingerichtet. Diese nimmt interne und externe Hinweise auch anonym auf und leitet Verdachtsfälle an den Bereich Compliance weiter.

Wir engagieren uns auch in schwierigen Zeiten. Und das nicht nur, weil es gut klingt.

Gesellschaftliches Engagement

Traditionell bemisst sich unternehmerischer Erfolg nach Zahlen, Daten, Fakten. Es geht um Umsatz, Gewinn und Wachstumsraten – aber das allein genügt nicht. Unternehmen müssen und wollen mehr sein als der integrale Teil des Wirtschaftslebens. Sie tragen gesellschaftliche Verantwortung, sie engagieren sich auch sozial, kulturell oder bei ökologischen Themen. Ihnen geht es darum, der Gesellschaft, die den eigenen Erfolg erst möglich gemacht hat, etwas zurückzugeben.

Für uns ist gesellschaftliche Verantwortung eine seit langer Zeit gelebte Praxis, von der wir selbst in wirtschaftlich schwierigen Jahren nicht abgerückt sind. Verlässlichkeit ist uns wichtig – auch weil wir wissen, dass für den Aufbau von Projekten wie „Kids in die Clubs“ ein langer Atem notwendig ist. Mit dieser Initiative bekommen Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Verhältnissen die Möglichkeit, in einem Verein Sport zu treiben. Dort lernen sie viel mehr, als einen Ball korrekt zu stoppen oder besonders ausdauernd zu laufen: Im Verein haben die Kinder Erfolgserlebnisse, lernen die Stärken einer Gruppe kennen und können sich auf vielfältige Art ausprobieren – kurz und gut: Sie entdecken in ihrem Leben neue Perspektiven und sehen Chancen. Wir sind froh, sie dabei unterstützen zu können.

Die HSH Nordbank ist Gründungsmitglied der Stiftung Elbphilharmonie und unterstützt als „Classic Sponsor“ das Programm der Elbphilharmonie. Als Sponsor der „Resonanzen Saison 2017/18“ leisten wir einen Beitrag, damit das Ensemble Resonanz klassische Musik in der Elbphilharmonie lebendig inszenieren kann.

Wir sind gemeinsam mit der Sparkassen Finanzgruppe einer der Hauptsponsoren des Schleswig-Holstein Musikfestivals (SHMF), das wir schon seit seinem Beginn unterstützen. Zu unserem Engagement gehört auch der jährlich mit 10.000 Euro dotierte Leonard Bernstein Award für junge Künstlerinnen und Künstler.

Als Premiumpartner der Kieler Woche haben wir vergangenes Jahr rund 30.000 Euro für unsere Charity-Aktion „Gut für Kids“ eingesammelt, die ebenfalls Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Vereinssport ermöglicht.

In den Wintermonaten beliefern wir die Obdachlosen-Tagesstätten Herz As in Hamburg und Hempels e. V. in Kiel mit warmem Mittagessen. Rund 28.000 frische Mahlzeiten haben wir bislang für die Wohnungslosen zubereitet.

Last, but not least engagieren wir uns beim HSH Nordbank Run, dem größten norddeutschen Benefizlauf. Mehr als 24.000 Teilnehmer in 831 Teams gingen allein 2017 an den Start und sorgten für eine Spendensumme von 155.000 Euro an den Verein „Kinder helfen Kindern“.

Ensemble Resonanz, RIAS Kammerchor Dirigent Justin Doyle

Elbphilharmonie Großer Saal, Probe

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